Samstag, 18. März 2017

Die Kunst im Internet Hornblatt zu kaufen


Seit meinem neuerlichen Einstieg in die Aquaristik, bin ich von der Möglichkeit "inVitro"-Pflanzen zu kaufen, begeistert. Keim- und schneckenfreie Pflanzen aus einer sterilen Umgebung, bei denen das Risiko von Krankheiten und Schädlingen fast gen Null tendiert. So etwas gab es früher nicht!

Viele mir auch von früher bekannte Pflanzen gibt es "inVitro". Vom Kubaperlgras bis hin zum Javafarn wird alles geboten. Wie ich aber merken musste, nur von einigen wenigen Großanbietern wie etwa "Dennerle" oder "Tropica". Wasserpflanzen welche diese Anbieter nicht im Sortiment haben, gibt es zu meist nicht "inVitro". Umso verwunderter war ich, dass es nirgends einfaches Hornblatt (Ceratophyllum demersum) in dieser Darbietungsform gibt.

Da ich von unserem Zoohändler hier vor Ort nicht sehr viel halte und in Baumärkten mit Aquaristik-Abteilungen aus Prinzip nix kaufe, wollte ich im Falle des Hornblattes mal verschiedene Anbieter im Internet austesten.

Erster Versuch, "Amazon Marketplace".
Der Preis für ein großes Bund war mit 2,59€ unschlagbar! Der Versand erfolgte sehr schnell, jedoch in einer schlecht verpackten Luftpolstertasche. Leider war die Pflanze von sehr schlechter Qualität und roch schon ein wenig beim Auspacken. Im Quarantänebecken zeigte sich das gesamte Ausmaß. Innerhalb weniger Stunden lösten sich die Triebe faktisch auf und verwandelten das Wasser in eine trübe Brühe. Absolut nicht empfehlenswert!

Zweiter Versuch, "E-Bay".
Auch hier konnte man mit 3,29€ nicht über den Preis meckern, sogar versandkostenfrei! Angeliefert wurde wieder in einer mehr oder minder stabilen Luftpolstertasche.
Diesmal roch es in der Tüte nicht, dafür bewegte sich für meinen Geschmack etwas zu viel darin. Im Quarantänebecken bewahrheitete sich meine Vermutung. Alle 6 Triebe waren voll von Minischneckchen und anderen kleinen schwarzen Punkten, welche ich nicht zuordnen konnte. Mit diesen Pflanzen hätte ich mir garantiert einige "Mitbewohner" geholt! Auch diese Pflanzen fanden nie den Weg ins Aquarium

Dritter Versuch, "Garnelino".
Ein doch schon etwas namhafterer Anbieter aus Mannheim welcher vor allem Pflanzen aus Gärtnereien wie "Tropica" oder "Dennerle" vertreibt. Natürlich war der Preis hier mit knapp 6 Euro höher wie bei allen anderen Anbietern.
Im ersten Augenblick ärgerlich, im Nachhinein jedoch ein Zeichen für Qualität, die Pflanzen waren nicht gleich auf Lager sondern mussten "frisch" bei der Gärtnerei bestellt werden.
Am Ende wartete ich ganze drei Wochen, bekam dafür aber zwei wirklich tolle Exemplare von "Tropica" in einem stabilen Paket. Was möchte man mehr?



Insgesamt muss ich sagen, Finger weg von irgendwelchen Anbietern auf Online-Marktplätzen wie "E-Bay" oder "Amazon". Zwar möchte ich nicht behaupten, dass sich dort nur "Schwarze Schafe" tummeln, doch das Risiko dort ist mir einfach zu hoch!
Die Onlinebestellung beim Fachhändler (auch wenn fast doppelt so teuer) hat mir da schon besser gefallen.

Nie hätte ich gedacht, dass es so schwierig sein würde ein akzeptables Exemplar vom Hornblatt zu bekommen. Früher fand man diese Pflanze in jedem Becken und heute in Zeiten von Internet, inVitro & Co. ist so schwer an vernünftiges Material zu kommen. ;o)

Samstag, 11. März 2017

Hurra, Hurra ... erster Nachwuchs ist da!

Heute nur mal drei Bilder welche ich heute im Aquarium geschossen habe.
Seit zwei Tagen hat sich bei den "Blue Star"-Endlern auch Nachwuchs eingestellt. Bisher konnte ich 8 Jungfische entdecken!

die Elterntiere


 die Elterntiere - zum Zweiten


 hier etwas unscharf aber trotzdem zu erkennen, die Jungtiere!
 

Freitag, 3. März 2017

Start ...



Hallo.

Wie zu vermuten, wenn jemand einen neuen Blog eröffnet, möchte ich Euch in Zukunft ab und an über mein Hobby berichten. Bitte erwartet nicht in regelmäßigen und festen Abständen Einträge in diesem Blog. Stattdessen möchte ich es ganz ungezwungen handhaben und Euch berichten wenn mir etwas auf der Seele brennt, ich mal ein tolles Foto geschossen habe oder andere kleine Dinge.

Doch zurück zum Titel dieses ersten Eintrages: "Start".
Dieser ist zum heutigen Datum, an dem ich bereits 38 Lenze auf dem Buckel habe, nicht ganz treffend. Meine Begeisterung für die Aquaristik startete bereits im Alter von 10 Jahren. Oder wie andere gern sagen, damals wurde ich von diesem Virus infiziert.

Ein Bekannter meines Vaters züchtete Malawi Cichliden, was zu tiefsten Ostzeiten (ja ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen) eine kleine Attraktion in unserem Städtchen war.
Welse, Guppys, Schwertträger, Platy oder Roter Neon in einem der vielen volkseigenen Geschäfte zu erstehen war kein Problem. Wehe aber wenn es etwas exotischer wurde.
Stunden verbrachte ich vor den Zuchtbecken im Keller und bestaunte die verschiedensten Maulbrüter bei der Brutpflege und sah den Jungfischen beim Wachsen zu.

Mit 12 Jahren bekam ich mein erstes Aquarium, der Besatz: " Melanochromis cyaneorhabdos" oder besser bekannt als "Stahlblauer Maulbrüter".


Im Nachhinein betrachtet half mir mein Vater sehr bei der Pflege im Kinderzimmer. Wenngleich ich die Haltung zwei solcher Tiere in einem 54 Liter Aquarium inzwischen kritisch sehe. Jedoch prägten mich die Malawi Cichliden stark für die Zukunft.

Ich setzte mein Hobby in der gesamten Kindheit fort. Dem "Stahlblauen Maulbrüter" blieb ich treu, sowie einem Braunen Antennenwels welcher mich fast 14 Jahre durch verschiedene Becken begleitete. Am Rande kann ich mich noch an diverse Zweitaquarien, vor allem in der Jugend- und Lehrzeit erinnern. Begleiter dabei waren unter anderem " Melanochromis auratus" oder bekannt als " Türkis-Goldbarsch".

Als ich dann später heiratete, konnte sich meine Frau nicht an ein steingefülltes Bassin (wie sie es gern nannte) fast gänzlich ohne grüne Wasserpflanzen gewöhnen. Versuche ihr zu erklären, dass Malawi Cichliden auch in ihrer Heimat hauptsächlich in steiniger Umwelt leben und filigrane Wasserpflanze in solchen Aquarien kaum eine Überlebenschance haben, scheiterten.
Kurzum, die Aquarien verschwanden (jedoch auch wegen des Berufs) aus dem Haushalt. Als dann auch noch unsere beiden Kinder geboren wurden, gab es erst einmal andere Prioritäten.

Im Dezember 2016, nach dem Umzug in eine neue Wohnung ergab sich dann aber wieder eine Gelegenheit. Eine Stelle im Wohnzimmer schrie geradezu nach einem schön gestalteten Aquarium und nach langen Gesprächen bekam ich "Grünes Licht" vom Familienrat. Bedingung: Papa orientiert sich diesmal an einem Südamerika Thema, was üppigen Pflanzenwuchs fast schon automatisch mit sich bringt.

Wenngleich ich mir natürlich am liebsten mindestens ein 240 Liter Becken hingestellt hätte, entschieden wir uns ganz bescheiden für ein 54 Liter Anfängerbecken, welches ich nun zusammen mit meiner größten Tochter betreue, immer in der Hoffnung auch sie mit dem Aquarien-Virus zu infizieren.

Insofern wünsche ich allen Lesern in Zukunft viel Spaß!
Nehmt den Blog nicht zu ernst, ich bin und werde wahrscheinlich kein Fachmann und möchte einfach nur Spaß an meinem Hobby haben. Dies heißt nicht, dass Tipps und Anregungen und Kritik nicht willkommen wären!